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Das Stadtzentrum von Jesolo die Schleuse von Cavallino

Abfahrt: Piazza Matteotti (vor der Kirche im Stadtzentrum von Jesolo).
(1) Der Weg: nachdem man die Denkmalbrücke überquert hat, bemerkt man gleich das alte Gebäude, das 50 Jahre lang der Sitz der Stadtverwaltung gewesen ist.
(2)Das ehemalige Rathaus (Municipio)
(2)Das Gebäude wurde im Jahre 1927 auf einem Grundstück des Grafen Ottavio Frova errichtet, der in Jesolo viele weitere Grundstücke besaß. Es war lange Zeit das einzige Gebäude, das jenseits des Sile gebaut wurde.
Später war es eines der ersten Case del Fascio (Haus des Faschismus) Venetiens und von 1945 bis 1995 war es der Sitz der städtischen Verwaltung. Heute beherbergt es einige Militär- und Freiwilligenvereinigungen. Vom alten Rathaus aus erreicht man bald die Biegung des Flusses, indem man die Via Sant'Antonio, die das Ufer des Sile ausmacht, hinunterfährt.
Das riesige Gebäude, das inmitten des Flußparks liegt, ist der neue Sitz der Stadtverwaltung. Es wurde am 24. Juni 1995 eingeweiht.
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Wenn man das Ende der Promenade im Park erreicht hat, sieht man auf dem gegenüberliegenden Ufer die Häuser von Via Riviera Sile mit dem alten restaurierten Bauernhaus und seiner großen Schwarzpappel.
(4) Das ist eine Ecke in Jesolo, die bereits von den ersten Kolonisten im 17. und 18. Jh. bewohnt war, als sie nach dem damals benannten Cavazuccherina kamen, um die Gemüsegärten der Herren Malipiero, Contarini, und Sheriman-Bembo anzubauen.Hier fährt man nun auf dem rechten Ufer des Flusses Sile (Via Cristo Re) weiter.
Die Landschaft weist neue Elemente und verschiedene Naturszenarien auf; nur der Umriß einer alten Brücke
(5)
erinnert den Ausflügler daran, daß er sich hier in der Nähe eines der meistbesuchten Ferienorte der Adriaküste befindet.
Wer nach oben klettert und die Straße erreicht, kann von dort aus seinen Blick auf die Linie der am Strand gelegenen Hotels, auf die Lagunenspiegel, auf das flache Jesolaner Land bis hin zu den ersten venezianer und friaulaner Bergspitzen schweifen lassen. Hier entdeckt man erstmals so richtig, daß dieser Ausflug in eine Landeszunge hineinführt, die zwischen Fluß und Lagunenteichen liegt.
Geht man die Brücke wieder hinunter, verläßt man kurz danach die letzte Häusergruppe. Nun tauchen immer selten neue Häuser auf, und auch die asphaltierte Straße wird bald "weiß".
Zunächst aber ist es möglich, die Betkapelle kurz zu besuchen, die Christi geweiht ist. Die kleine Kirche liegt am Fuß des Ufers in einem privaten Grundstück. Beim Vorbeigehen kann man die genaue Lage an einem Kreuz am Straßenrand erkennen; wer die Kirche besuchen möchte, muß sich aber beim Besitzer des Grundstücks melden.
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"Il Cristo"
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Erste Nachrichten über die Christikapelle reichen bis ins Jahr 1591 zurück.
Im Jahre 1684 beschwerte sich der Bischof, daß die Kapelle völlig verwahrlost sei, aber schon wenige Jahrzehnte danach, im Jahre 1737, wurde sie wieder eingeweiht.
Die Kapelle war auch Anfang des 19. Jh. regelmäßig besucht.
Anfang des 19. Jh. wurde sie auch teilweise zerstört, wie viele andere Gebäude in dem damals benannten Cavazuccherina, dem heutigen Jesolo.
Das Altarkreuz hat einen legendären Ursprung: "Während der Feldarbeiten erschien zwischen den Erdschollen ein Kruzifix, und die unterjochten Ochsen wollten nicht weiterziehen, bis die Hand eines Bauern das heilige Symbol aufhob… Nachdem es in die Kirche von Cavazuccherina gebracht worden war, kehrte das Kreuz auf mysteriöse Weise zum Fundort zurück, wo man den Bau einer Kapelle beschloß…".
Dieses mysteriösen Umzugs wurde lange Zeit durch eine Prozessione gedacht, die bei der Kirche im Zentrum begann und dieses Ufer erreichte.Nachdem man die Christikapelle und die letzten Häuser hinter sich verlassen hat, folgt die schmale Straße den Biegungen des Flusses.
Nach wenigen hundert Metern entdeckt man am Straßenrand ein Merkstein mit der Inschrift "N. 51
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Argine di Conterm.e 1791". Es handelt sich hier um einen der 99 Steine, womit die Serenissima Repubblica von Venedig die Laguneneingrenzung markieren wollte. Durch diese Eingrenzung, die 1610 begonnen und 1791 beendet wurde, wurde das Lagunenbereich vermessen und vom umgebenden Festland getrennt. Innerhalb des Lagunenbereiches wurde jede Arbeit untersagt, die das geographisch-morphologische Gleichgewicht hätte stören können.
Das Interesse an den Feldern dieser Halbinsel ist auch durch Karten vom 17. Jh. bezeugt, wo man lesen kann, daß die Sileufer und die Vallidämme als Weideflächen benutzt wurden.
Die Landwirtschaft änderte sich nicht während des ganzen 18. Jh., wenn auch neue Bauernhäuser und eine "Boaria", d.i. ein Bauernhaus mit Ställen für die Rinderzucht, errichtet wurden.
Diese Häuser wurden Anfang des 19. Jh. "Ca' Marcello" genannt, als neben der Boaria auch der sogenannte Palazzon, das Gebäude beim Merkstein N. 51, errichtet wurde.
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Der Palazzon
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Im Jahre 1906 versuchte die Firma der Gebrüder Vianello das Land um den Palazzon, ca. 30 Hektar Fläche, trockenzulegen, indem man hier eine Turbine anbrachte, die von einem Gasmotor getrieben wurde. Das Resultat war nicht völlig befriedigend, weil die niedrigsten und salzigsten Gebiete nicht angebaut werden konnten. Im ersten Weltkrieg wurde auch diese Anlage beschädigt, die erst in den 20er Jahren wieder zu funktionieren begann. Nun ist das Gebiet durch die Anlage von Ca' Marcello trockengelegt, deren Turm von den Feldern nördlich des großen Stalls (Stallone), eines großen Gebäudes, das kurz danach zu finden ist, emporragt.Viele Naturszenarien bieten sich inzwischen dem Blick des Ausflüglers. Der Hauptdarsteller ist immer der Fluß mit seinem Schilf, den Senknetzen, den Teichen und Becken an den Ufern, die von Wasserhühnern, Teichhühnern und Schwänen besucht werden. Es mußte hier wohl viel anders aussehen, als im Sommer 1918 bewaffnete Schiffe im Schilf getarnt lagen, die bereit waren, auf die feindlichen Schützengräben zu schießen, die sich jenseits des Dorfes Cavazuccherina befanden.Aber inzwischen aber wir die Flußmündung erreicht, die vom großen 'Stallone' und von der neuen Brücke, die den Jesolaner Strand mit dem Cavallinos verbindet, angekündigt wird. Die Fahrt endet hier, wo die Schleuse den Zugang zu den Kanälen für den Binnenverkehr zwischen Sile und Lagune kontrolliert.Die Schleuse von Cavallino
(7) Überquert man die Schleuse durch den bequemen Übergang, erreicht man die kleine Insel, worauf das alte Wirtshaus und Steuereinnahmestelle liegt.
Erste Nachrichten über diese Gebäude reichen bis zum Jahr 1632 zurück, als eine Liste der Steuereinnahmestellen und der Wirtshäuser verfaßt wurde.
Vorbei an diesem Gebäude fuhren einst Flösse und Schiffe mit ihren teuren Ladungen, die nach Venedig bestellt waren, und bevor sie die letzte Strecke beginnen durften, mußten die Schiffer ihre Waren nach der heute noch lesbare Steuertabelle auf der immer noch vorhandenen Steinplatte, die das Datum 23. Juli 1632 trägt, besteuern lassen.
Dem aufmerksamen Beobachter werden wohl die Zeichen der Verankerung alter Schiffe an den Steinen bei der Schleuse nicht entgehen.Die Rückreise kann auf demselben Weg geschehen.
Wer mit dem Fahrrad gefahren ist, kann weiter nach dem Lido di Jesolo und über die große Brücke über dem Sile fahren.

Dieser Ausflug wird von Herrn Roberto Rugolotto vorgestellt.

 
































































 
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